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Von Stephan Sperling | 22.April 2008
(SSp) – Dass es die Tageszeitungen in Deutschland nicht leicht haben, wissen wir nicht erst seit den neuesten IVW-Zahlen. Junge Zielgruppen wollen partout nicht Zeitung lesen…
Die aktuelle verkaufte Auflage von 23,94 Mio. Exemplaren setzte sich zusammen aus 15,52 Mio. Abonnements (1/07: 15,83 Mio.), 7,19 Mio. Einzelverkäufen (1/07: 7,56 Mio.), 0,47 Mio. Bordexemplaren (1/07: 0,35 Mio.) und 0,76 Mio. über den Sonstigen Verkauf abgesetzte Stücke (1/07: 0,73 Mio.). Zum weiteren Vergleich: Im 4. Quartal 2007 erzielten die Tageszeitungen mit 15,55 Mio. abonnierten Stücken, 7,30 Mio. Einzelverkäufen, 0,44 Mio. Bordexemplaren und 0,75 Mio. Sonstigen Verkäufen eine insgesamt verkaufte Auflage von 24,04 Mio. Exemplaren. (Quelle: IVW)
Wahrlich eine schwierige Situation: Während die alten Zielgruppen langsam “wegsterben” bleiben die Jungen renitent. Sie wollen kein Abo – und lesen die Zeitung vor allem dann “wenn ihnen langweilig ist” oder “wenn sie sich geärgert haben” (JIM-Studie 2007, Seite 66). Perspektiven sehen anders aus…
Doch nun keimt neue Hoffnung. Die “Nationale Initiative Printmedien – Zeitungen und Zeitschriften in der Demokratie” soll Jugendliche zu mehr Zeitungskonsum bringen. Das Konzept steht, inklusive dem detaillierten Ablauf für die ab 2009 geplanten Jahrestreffen mit ausgewählten Schulklassen (Mittagsimbiss von 12.00 bis 13.00 Uhr, danach: Abreise der Schulklassen .
Denkwürdiger Absatz im Konzept:
“Auch gibt es immer mehr Stimmen, die einen Zusammenhang zwischen der abnehmenden Nutzung von Printmedien, sinkender Lesefähigkeit und wachsendem Desinteresse an politischen und gesellschaftlichen Fragen sehen. Deshalb ist es nicht nur für den Fortbestand einer pluralistischen Medienordnung, sondern auch für die Zukunft unserer Demokratie insgesamt lebenswichtig, dass besonders junge Menschen stärker über die klassischen schulischen Angebote hinaus an einen mündigen Umgang mit Zeitungen und Zeitschriften herangeführt werden.”
Es mehren sich also “die Stimmen”, die in der mangelnden Zeitungslektüre den Grund für die vermeintlich sinkende Lesefähigkeit bei Jugendlichen sehen. Und natürlich das wachsende Desinteresse an politischen und gesellschaftlichen Fragen. Ist das wirklich so? Wer dieser Frage fundiert auf den Grund gehen möchte, kann dies gern bei Spiegel Online tun… (Danke an Spiegel übrigens auch für die treffende Überschrift zu diesem Beitrag!)
Bleibt die Frage: Warum lesen immer weniger Jungendliche die Zeitung?
Darüber sollten wir nachdenken und diskutieren!
Stichworte: , IVW, JIM, Jugendliche, tageszeitungen, verkaufte Auflage, zeitungen, Zielgruppen |