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Von Stephan Sperling | 24.April 2008
Die Zeitschrift “auto motor und sport” (Motor Presse Stuttgart) stellt ab sofort sämtliche Testberichte unter www.auto-motor-und-sport.de zum kostenlosen Abruf bereit. (…) “auto-motor-und-sport”-Chefredakteur Bernd Ostmann zu den Vorbildern des Kostenlos-Archivs: “Spiegel und New York Times haben mit der Freischaltung ihrer Artikel die Richtung gezeigt, in die ein nutzerfreundliches Internetangebot einer Leitmarke gehen muss.” Der stetig steigenden Flut von Informationen rund ums Automobil im Internet stelle “auto motor und sport” ein aufgewertetes Online-Portal entgegen. (Quelle: kress.de)
(SSp) – Ein Blick in die IVW-Zahlen zeigt zudem: Auch bei den Tageszeitungen geht es in Sachen Paid Content nur schleppend voran. Im ersten Quartal 2008 brachten es die 58 von der IVW erfassten ePaper (davon 51 Tageszeitungen) gerade mal auf 2.072 Abos pro ePaper. Das bedeutet eine Steigerung um durchschnittlich 86 Abos/ePaper zum Quartal IV/2007. Berauschend ist das nicht.
Die Zahlen untermauern einmal mehr die These, dass Paid Content einfach nicht recht funktionieren mag. Ausnahmen wie die Stiftung Warentest bestätigen hier die Regel. Wobei der Vergleich hinkt, denn “test” ist vor allem mit Einzelabrufen besonders erfolgreich – was in der Natur des Angebots begründet ist.
Auto, Motor und Sport-Chefredakteur Bernd Ostermann hat meines Erachtens die User-Wünsche richtig erkannt: In der Masse kostenloser Informationen im Web gilt es sich abzugrenzen – und das funktioniert am Besten über eine Service-Strategie. Glückwunsch, Herr Ostermann!
Das Print-Abo 1:1 in die digitale Welt zu übertragen entspricht also offenbar nicht dem, was User sich wünschen. Mal ehrlich: dann lese ich doch lieber die gedruckte Zeitung. Ohne Schmerzen in den Augen, mobil, an der nächsten Mülltonne entsorgbar. Die Zeitung kaufe ich mir aber am Kiosk, ich will wissen was drin steht. Und dann dafür zahlen. Ich bin mir sicher, es geht nicht nur mir so…
Stichworte: , Auflagen, IVW, tageszeitungen, zeitschriften |