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Von Stephan Sperling | 24.April 2008
(SSp) – Heute morgen fühle ich mich mal wieder bestätigt in dem, was ich vor zwei Tagen hier geschrieben habe:
Die junge Zielgruppe ist nicht so lesefaul und ungebildet, wie sie gerne geredet wird. Sie liest durchaus, aber nach ihren eigenen Regeln.
Zwei eindrucksvolle Beispiele:
Yaez bundesweit (Quelle: yaez-verlag.de) Ab September 2008 erscheint die Jugendzeitung yaez bundesweit in einer Auflage von 300.000 Exemplaren. Zu den Regionalausgaben Baden-Württemberg, Hessen und Rheinland-Pfalz/Saarland kommt noch die Regionalausgabe Bayern hinzu.
Yaez bundesweit (Quelle: yaez-verlag.de)
Ab September 2008 erscheint die Jugendzeitung yaez bundesweit in einer Auflage von 300.000 Exemplaren. Zu den Regionalausgaben Baden-Württemberg, Hessen und Rheinland-Pfalz/Saarland kommt noch die Regionalausgabe Bayern hinzu.
NEON: Gesamtverkauf von 210.620 Exemplaren / Abo-Auflage erreicht mit 48.936 Exemplaren neuen Höchststand Hamburg / München, 14. April 2008 – NEON, das junge Magazin vom stern, ist weiter auf Erfolgskurs: Nach den aktuellen IVW-Daten wächst die Auflage um 11,5 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal und liegt im Durchschnitt bei 210.620 Exemplaren. (Stern-PR, genauso gut nachzulesen bei der IVW)
“Moment”, wird der Zeitungsmacher nun einwerfen, “wir können hier nicht Äpfel mit Birnen vergleichen”. Stimmt. Eine Zeitung ist keine Zeitschrift. Aber dennoch kann man aus beiden Erfolgsgeschichten meiner Meinung nach etwas lernen:
1. Der Inhalt entscheidet Jugendliche und junge Erwachsene sind an bestimmten Themen interessiert. Diese finden Sie im Augenblick eher in Magazinen und Zeitschriften und weniger in der Tageszeitung. Dass diese Themen keineswegs “flach” sein müssen, kann jeder bestätigen, der sich die beiden Beispiele schonmal angesehen hat. Nochmals ein Zitat, gefunden auf der Seite yaez.de (zu einem Artikel/Lebenslauf über Barack Obama):
h-block sagte am 23. April 2008 um 08:07 Uhr: hey und was is mit hillary? gibts da auch einen ausführlichen lebenslauf? gruß h-block
h-block sagte am 23. April 2008 um 08:07 Uhr:
hey und was is mit hillary? gibts da auch einen ausführlichen lebenslauf? gruß h-block
“Flach” und “uninteressiert” ist etwas anderes würde ich sagen, und so zeigt die TagCloud von Yaez (rechte Spalte) auch einen interessanten, jugend-gerechten Themenmix.
2. Die Angebotsform entscheidet Beispiel Neon: Die Aboauflage mit knapp 50.000 Stück ist nicht gerade ein Renner. Und das entspricht voll und ganz dem Mediennutzungsverhalten der Jugendlichen/jungen Erwachsenen: Bevor etwas gekauft wird, wird es auf seine Relevanz überprüft. Stimmt der Inhalt, wird zugegriffen. Ein Abo wäre da viel zu statisch, diese Zeilgruppe will sich spontan entscheiden können – und das gegebenenfalls eben auch für eine andere Zeitschrift.
Ich meine, dieses Verhalten lässt sich auch von Tageszeitungen nutzen. Wie gesagt: Relevante Inhalte und eine passende Angebotsform sind entscheidend!
Stichworte: , neon, tageszeitungen, yaez, zeitschriften, zeitung |