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Von Stephan Sperling | 8.Mai 2008
(SSp) – Mal wieder frische Zahlen: Comscore, führender “Nutzungsdaten-Ermittler” hat soeben neue, interessante Zahlen über unser aller Suchverhalten herausgegeben:
Fehlt eigentlich nur die Zahl der zufriedenenstellenden Suchergebnisse. Oder im Gegensatz dazu die Zahl derer, die entnervt aufgegeben haben. Diese Daten kann uns wohl kein Marktforschungsunternehmen der Welt so genau liefern – obwohl sie doch so interessant wären.
Die Masse der Suchanfragen jedenfalls ist beeidruckend, ebenso die Macht des Suchriesen Google. Bemerkenswert ist aber auch, dass die russische Suchmaschine Yandex an “Berühmtheiten” wie Yahoo! und MSN vorbeigezogen ist und sich im hart umkämpften Such-Markt mit der Bronze-Medaillie aufs Siegertreppen begeben durfte. Klammert man eBay als “Nicht-Suchmaschine” aus, klettert Yandex sogar auf den zweiten Rang.
“Wie haben die das geschafft?”, werden Sie sich jetzt fragen, “ich höre von Yandex heute zum ersten Mal!”. Keine Angst, da geht es Ihnen wie mir. Eine plausible Erklärung für den Erfolg liefert Wikipedia:
“Sein Vorteil gegenüber Google besteht vor allem im besseren Umgang mit russischen Fällen und Verbformen.”
Googles Sprach-Schwäche hat Yandex also offenbar konsequent genutzt – und auch direkt zu Geld gemacht:
“Der Reingewinn 2005 beträgt über 13 Millionen US-Dollar.”
Da kann man eigentlich nur gratulieren. “Nische” (wenn auch eine gigantisch große, über 28 Mio. Webnutzer gab es zum Jahreswechsel 2006/2007 in Russland) erkannt – und erfolgreich besetzt.
Stichworte: , Comscore, Google, Suche, Yandex |