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Von Stephan Sperling | 26.Mai 2008
(SSp) – Endlich ist es offiziell:
“Die Zeitung ist tot. Lang lebe die Zeitung!”
Zu diesem Ergebnis kommt zumindest das Beratungshaus Roland Berger in einer aktuellen Studie (mehr Infos hier) über die Zukunft von gedruckten Zeitungen und Zeitschriften. Die Erklärungen sind dann doch eher mager:
“First, newspapers must define their target group as precisely as possible, then rigorously align themselves to that group in terms of topics, language, design and sales. Special attention in this process should be paid to premium users, who are prepared to pay for print products and are also most attractive in terms of advertising.”
Ganz ehrlich, das reißt mich nun wirklich nicht vom Hocker. Das klingt eher nach einem VHS-Kurs “Betriebswirtschaft für Einsteiger”. Und auch die weiteren Empfehlungen sorgen nicht gerade für Erstaunen:
Agenda-Setting, Meinungsbildung und das Angebot von Hintergrund-Informationen werden als besondere Stärken der Zeitungen angesehen. Und dann sollten sie sich noch Zusatzgeschäfte nicht nur über CD- und DVD-Editionen, sondern auch über Events, Seminare, Reisen etc. aufbauen, so die Meinung der Autoren.
Alles schön und gut, aber weder neu noch sonderlich innovativ – und schon gar nicht als Patentrezept für die Zukunft zu gebrauchen. Wie schon die Kollegen von medienrauschen.de komme auch ich zu dem Schluss: Roland Berger hat Recht, Print ist nicht tot und wird es auch so schnell nicht sein. Aber: Um zu überleben bedarf es dann doch deutlich mehr Kreativität und Innovation.
Was andere über die Studie denken, lässt sich sehr gut in den Kommentaren bei der österreichischen Zeitung “Der Standard” nachlesen. Ich denke: Auch Berater werden von Zeit zu Zeit wohl überbezahltüberbewertet.
Stichworte: , print, tageszeitungen, Zukunft |