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Von André Hellmann | 20.Juni 2008
(AH) – Endlich kennen wir den Grund, warum junge Menschen immer weniger zum gedruckten Wort in Form von Zeitungen greifen:
“Young people do not seem to understand the inherent value and difference in newspaper content versus other news media. TV still dominates even in perceptions of credibility and depth of coverage.”
Endlich also der Beweise für die Theorie, dass sie es einfach nicht schnallen, dass eine Zeitung super ist und auf jeden Fall besser sein muss als TV. TV als “glaubwürdig” und “tief” zu betrachten… dabei Lügen die doch nur in einem Fort auf der Mattscheibe. Und jetzt wollen sie auch noch ihre Volksverdummung auf Staatskosten ins Internet übertragen – Auf Staatskosten…
“perception is reality” / Wahrnehmung ist Wahrheit – Wenn junge Menschen im Gegensatz zu ihren Eltern den TV-Journalismus und die Plattform TV als tiefer und glaubwürdiger wahrnehmen, dann kann man ihnen das nicht vorwerfen, sondern muss es strategisch integrieren und nutzen. Darauf Rücksicht nehmen. Und es respektieren. Denn nichts findet ein Jugendlicher “ätzender” als keinen Respekt zu erhalten.
Die Studie von DECODE, die im Auftrag der WAN angefertig wurde basiert auf Daten von TNS aus Finnland, den USA und den Niederlanden. Sie soll nun aber auch in anderen Ländern durchgeführt werden. Hier gibt es die Zusammenfassung ins Deutsche übersetzt – Sie steckt voll großartiger Erkenntnisse wie:
Junge Leute interessieren sich für Nachrichten und wissen, dass es nützlich ist, gut informiert zu sein.
Ok, Informationen helfen. Das ist neu.
Zum Zeitungslesen gebracht werden junge Leute vor allem durch ihre Eltern (vor allem die Mütter) und Lehrkräfte, weniger durch Gleichaltrige.
Eher klar, dass ich nichts empfehlen kann, was ich nicht selbst nutze…
Die Zeitungen müssen früher deutlich machen, wie sich ihre Nachrichten von denen anderer Medien unterscheiden und ihnen überlegen sind. Das sollte auf unterschiedliche Art und Weise sowie unter Betonung des Inhalts und nicht des Formats geschehen.
Hier gefällt mir vor allem das fett gedruckte (habe ich markiert) – Der Unwille, sich auf die Kundenbedürfnisse einzustellen und sich selbst für den neuen Leser zu verändern, das wird der Tod der Zeitungen sein. Nicht die fehlende Nachfrage von jungen Menschen nach Printprodukten. Und zwingen überzeugen lassen sie sich schon zwei mal nicht.
Stichworte: , Jugendliche, Studie, zeitung |