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Von Stephan Sperling | 8.Juli 2008
(SSp) – …das ist den Verlagen laut Hans-Joachim Fuhrmann, Leiter des BDVZ-Geschäftsbereichs Kommunikation & Multimedia zumindest teilweise gelungen (Quelle: FTD).
Aber ist das wirklich erwähnenswert oder sogar eine echte Herausforderung? Eine Zielgruppe, die zu über 90 Prozent regelmäßig online ist ((n)onliner-Atlas 2008) und nur zu 48 Prozent die Zeitung regelmäßig liest (Jim-Studie, Seite 14), ins Internet “herüberzuheben”. Offenbar ja. Immer noch haben sich viele Tageszeitungen noch nicht auf die Online-Bedürfnisse (von den Print-Bedürfnissen ganz zu schweigen) der jungen Zielgruppe eingestellt.
Dabei wäre die Meldung andersrum viel schöner gewesen:
“Wir haben es geschafft, junge Internetseiten-Nutzer zumindest teilweise wieder als Print-Leser zu gewinnen.”
“Spinner, Träumer!” denken Sie? Ich halte das durchaus für realistisch. Allein es fehlt die passende Angebotsform, wie wir hier schon im Blog schon öfter festgestellt haben. Jugendliche wollen kein Abo, Jugendliche sind eher bestimmten Themen treu. Zwei wichtige Punkte, die von den Verlagen bislang nicht hinreichend berücksichtigt werden. Kein Wunder also, dass die Auflagen weiter sinken, und online nicht der erwünschte Erfolg zu spüren ist.
Dazu die aktuellen Zahlen des BDZV:
“Die Zeitungsauflagen sind im ersten Quartal um 1,85 Prozent gesunken – in Ostdeutschland um 4,1 Prozent, im Westen um 1,55 Prozent. Während überregionale Zeitungen (+0,93) und Wochenzeitungen (+0,75) zulegten, verloren die regionalen Abonnementzeitungen (-1,83), Kaufzeitungen (-2,44) und Sonntagszeitungen (-3,87).”
Zum Thema Online zitiert die FTD Hans-Joachim Fuhrmann wie folgt:
“Das große Geschäftsmodell fehlt. Das Thema Bezahl-Inhalte ist durch. Wir wollen mehr von diesem Werbekuchen haben.”
Stichworte: , Jugendliche, tageszeitungen, Zukunft |