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« Rosige Zeiten für deutsche Verlage…? | Home | Mygazines – Ein Verleger-Albtraum wird wahr! »
Von Stephan Sperling | 22.August 2008
(SSp) – Nachdem wir hier im Blog gerne und oft über das Mediennutzungsverhalten der Deutschen (besonders auch der Jugendlichen) berichten, richten wir heute den Blick in die USA.
Vor einigen Tagen hat das “Pew Research Center for the People and the Press” einen neuen Report vorgestellt, der sich mit dem veränderten Nachrichten-Nutzungsverhalten der US-Amerikaner beschäftigt.
Die spannenden Ergebnisse:
Die Jugend interessiert sich weniger für Nachrichten. Die Zahl der Jugendlichen, die angeben an einem durchschnittlichen Tag keine Nachrichten zu erhalten steigt enorm (von 25% in 1998 auf 34% in 2008). Bei dieser (und bei anderen derartigen Studien) muss man jedoch sicher die Frage stellen, wie man “Nachrichten” genau definiert. Viele neuartige Kanäle werden im Augenblick sicher nicht berücksichtigt – man denke nur an Facebook & Co.
Suchmaschinen sind das Tor zu den Nachrichten. 83% aller Nutzer, die Online Nachrichten lesen geben an, Nachrichten über Suchmaschinen zu suchen. Diese Zahl ist seit 2006 relativ konstant, was Ansteigt ist die Nutzungsintensität: Die einzelne Person sucht immer häufiger über Suchmaschinen nach Nachrichten. Kein Wunder, dass der SEO-Kampf immer noch in vollem Gange ist, ein gutes Ranking schaufelt massenweise Besucher auf die Seiten.
Das “Grasen” nach News wird zur Regel. Eine knappe Mehrheit der US-Nachrichtenkonsumenten hat keine festen Zeiten, zu denen Nachrichten konsumiert werden. Vielmehr “grasen” sie das Web mehrmals täglich nach Neuigkeiten ab.
Die “zufällige” Nutzung steigt. Passend zum vorhergehenden Punkt stoßen die US-Bürger eher zufällig beim Surfen im Internet auf Nachrichten. 73% der Online-Nutzer geben an, über Nachrichten “zu stolpern”, wenn man sich eigentlich aus anderen Gründen im Web bewegt. Auch dieser Punkt spricht dafür, Nachrichten möglichst weit zu streuen, um die Nutzer dort abzuholen, wo sie sich gerade aufhalten. Die FAZ macht es mit Ihrer Facebook-Applikation vor.
Mobile Nutzung nimmt zu. Zuletzt noch ein Punkt, in dem uns die Amerikaner weiter voraus sind. Immerhin 15% der Bevölkerung ist im Besitz eines Smartphones (iPhone, Blackberry), immerhin 37% der Nutzer greifen darüber mobil auf Nachrichten zu. In diesem Punkt befinden wir uns eher noch auf der Stufe eines Entwicklungslandes, aber vor allem der Erfolg des iPhones wird auch hierzulande eine Reihe vergleichbarer Geräte auf den Markt spülen und somit für kräftiges Wachstum sorgen.
(Quelle: poynter.org)
Stichworte: , Mediennutzung, Studie, USA |