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Von Stephan Sperling | 6.August 2008
(KB) – …und vier Interviews der Macher von viralen Paradebeispielen. Zuerst ist Till Eckel dran, Kreativ Direktor bei HEIMAT in Berlin und einer der Figuren hinter “Ron Hammer” – ein Testimonial für Hornbach. Interessant dabei ist, dass er auf die Frage von Olvier Voss “Was würden Sie Kunden sagen, die Virales Marketing gleichsetzen mit kostengünstiger Werbung” folgendes antwortet:
“Das trifft leider nicht mehr zu. Die Anforderungen werden immer größer. Nicht unsere Anforderungen, sondern die der Leute, die diese Spots sehen. Am Anfang war es noch faszinierend Videos im Internet sehen zu können, aber mittlerweile hat man das schon ein paar Jahre. Dass es da ist, reicht einfach nicht mehr. Es muss besonders sein.”
Damit bringt er es auf den Punkt. Videoportale wie YouTube oder MyVideo werden in zunehmenden Maße regelmäßig genutzt. Wie die Mediaperspektiven 7/2008 zum Thema Mediennutzung zeigen, nutzen bereits 48% der 14-29 Jährigen Videoportal mindestens einmal pro Woche. Da reicht es nicht einfach ein normales Video zu produzieren und online zu stellen. Bei der Flut von Videos, die jeden Tag online gestellt werden, bedarf es schon etwas dass sich von der breiten Masse abhebt.
Wer das vor kurzem sehr gut geschafft hat, war Wolf Heumann, Kreativ Geschäftsführer bei Jung von Matt mit seinem Sixt-Spot “Verdammt, ich hab nix”. Als Testimonial konnte er Matthias Reim begeistern, der seinen Song “Verdammt, ich lieb dich” auf einem ganz offensichtlich unechten Pferd reitend von sich gibt. Auch sehr schön ist diese Seite (dankeschön Stephan ). Auf die Frage, ob sich die Wahrnehmung der Werbung im Internet verändert hat, antwortet Wolf Heumann:
“Die Leute wollen selbst entscheiden, was sie sehen wollen. Dieser Effekt – ich hab das selbst entdeckt - erzeugt ein viel größeres Involvement. Spots müssen auch qualitativ so gut sein, dass es sich lohnt sie anzuschauen.”
Wackelige, schlecht produzierte oder unscharfe Videos sieht keiner gern. Anscheinend hat noch nicht jeder verstanden, dass gute Videos mit viralem Effekt nicht günstig produziert werden sollten. Wie folgende Statistik zeigt, wird zwar viel in Internet-Werbung gepumpt, Video/Streaming liegt aber mit 3,9 Mio. bzw. 1,2 Mio. abgeschlagen auf dem letzen Platz. Vielleicht sollten die Werbetreibenden umdenken. Man sieht ja an den erwähnten Beispielen, wenn es funktioniert, funktioniert es richtig.
Hier gibt es das Video von Oliver Voss in voller Länge. In unserer Video-Ecke sind alles Spots noch einmal zusammengestellt.
Stichworte: , HEIMAT, Jung von Matt, Sixt, Videonutzung, Viral Marketing |