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Von André Hellmann | 19.August 2008
(AH) – So sehr die deutschen Verleger auch stöhnen mögen: So schlecht wie es den US-Verlagen geht steht es um die deutschen Zeitungshäuser noch nicht. Zu diesem Schluss kommt auch ein aktueller Artikel der BusinessWeek. Jack Ewing betrachtet dabei unsere Vorzeige-Blätter BILD und WELT aus der Springer Gruppe und spricht mit deren Verleger Diekmann und Würtenberger.
Das Ergebnis ist erschreckend schrecklich:
Schade, dass Qualitätsjournalismus, gut recherchierte Inhalte oder neue Angebotsformen keine Rolle spielen. Generelle Erfolgs-Parameter werden weiterhin vermutet in zwei Tatsachen:
Das Erste in ein glücklicher Umstand. Das Zweite eine Situation die leider nur für wenige Zeitungen stimmt. Wobei tatsächlich von den ARD Media Perspektiven herausgefunden wurde, dass Zeitungen in direkten Wettbewerbs-Situationen bessere Zeitungen sind.
So gerne ich dem Autor bepflichten würden, dass deutsche Verleger toll aufgestellt sind und sich keine Sorgen machen müssen: Leider glaube ich nicht daran. Was aus exponierten, nationalen Aufstellungen möglich wird trifft sicherlich nicht zu für lokal und regional fokussierte Häuser. Hier können keine großen Partnerschaften zur Reichweite beitragen. Hier muss um jeden Leser und Nutzer gekämpft werden.
Herr Ewing fragt Kai Diekmann zum Abschluss noch, ob er einen Tipp hat für US-Verleger. “It’s too late” sagt er – So ein gesundes Ego wünsche ich mir auch. Wir sprechen in ein paar Jahren; wenn die lahmen Europäer zu den Amis und Japanern aufschließen…
Stichworte: , Geschäftsmodell, zeitungen, Zukunft |