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Von Stephan Sperling | 13.Oktober 2008
(SSp) – 76,6 % des deutschen Digg-Klons “Webnews” gehen an ProSiebenSat1 – Holtzbrinck Ventures behält noch knapp ein Drittel der Anteile berichtet dwdl.de.
“Die Verbindung zu Holtzbrinck brachte Webnews in eine strategisch günstige Position, da die sämtliche Online-Medien der Gruppe den Webnews-Button integrierten, darunter auch StudiVZ. Seit September 2007 besteht außerdem eine weitreichende Partnerschaft mit T-Online, die eine Integration von Webnews in das reichweitenstarke Portal beinhalten. Das Angebot von Webnews ist ebenfalls über die Subdomain webnews.t-online.de verfügbar.” (Quelle: Wikipedia)
Umso trauriger dürfte man bei Holtzbrinck sein, wenn man sich das TreibenDümpeln der Seite ansieht. Auf gerade mal 42 Punkte bringt es das aktuelle Top-Thema auf der Seite. Und das, obwohl der geneigte Surfer an Webnews eigentlich nicht vorbeikommen sollte: Über 36.000.000 mal wird von Artikeln auf webnews.de verlinkt (Quelle seitwert.de), vermutlich alle Holtzbrinck-Töchter und -Blätter machen mit.
Trotz traumhafter Verlinkungsquote sehen die Zugriffszahlen (Quelle: Alexa) allerdings bescheiden aus:
Woran mag das liegen?
Falsche Zielgruppen/Inhalte Dass der durchschnittliche Nutzer z.B. von handelsblatt.com einen Artikel zu Webnews weiterleitet, ist für mich eher weniger vorstellbar. Der Nutzen ist einfach zu gering, die Zielgruppe kaum zum Mitmachen zu bewegen.
Falsche Integration Bleiben wir beim Handelsblatt. Hier findet sich Webnews als Button bei den “Bookmarks”.
Laut der “Wording Studie 2008″ von eResult können rund 60% der Internetnutzer mit Begriffen wie “Social Bookmarking” überhaut nichts anfangen. Kein Wunder also, dass hier nur weniger Nutzer mitmachen, zumal Webnews meiner Meinung nach bei den Bookmarks auch nicht ganz richtig untergebracht ist.
Ab jetzt wird alles besser!
Was Holtzbrinck fehlte, kann ProSiebenSat1 jetzt ganz einfach schaffen: Aufmerksamkeit in der relevanten Zielgruppe (+/- 14) und die passenden Themen von “Popstars” über “Jana Ina & Giovanni – Wir sind schwanger” bis hin zum großen “Sexreport“, um nur ein paar ProSieben-”Highlights” zu nennen.
Vom Vorbild “Digg” kann man sich dann allerdings verabschieden – und ein tragfähiges Geschäftsmodell ist mehr Zugriffen und mehr Nutzer-Beteiligung natürlich auch noch lange nicht gefunden…
Stichworte: , Holtzbrinck, Klonen, Webnews |