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Von Stephan Sperling | 24.November 2008
(SSp) – Keine guten Aussichten, aber auch keine überraschenden Erkenntnisse, die uns die Trendstudie der FH Mainz heute liefert:
Die Tageszeitungen in Deutschland werden bis zum Jahr 2018 rund 30 Prozent ihrer Leser an das Internet verloren haben. Zugleich wird das World Wide Web bis dahin mindestens über so viele Werbeeinnahmen verfügen wie die Printmedien. Das Internet wird sich als kombinierter Informations-, Unterhaltungs- und Einkaufsführer in den Generationen bis 60 Jahre durchsetzen.
Spannend finde ich die folgende Aussage der Autoren:
“Allerdings benötige das sich ständig weiter entwickelnde Internet die anderen Medien als Begleiter. Zeitungen und Zeitschriften, Hörfunk und Fernsehen müssten noch stärker kooperieren, neue Geschäftsmodelle entwickeln und ihre Leser, Zuschauer und Hörer in der Webgesellschaft unterstützen, forderte Rolke. «Es mag paradox klingen, aber weil das Internet ein so großer gesellschaftlicher Veränderer ist und vorläufig bleiben wird, müssen die traditionellen Medien zu Begleitern für die Menschen werden: Ihnen Orientierung geben, Lernhilfen anbieten und ihnen zeigen, wie sie an die Benefits im Internet kommen können.»”
Ich frage mich: Ist das der richtige Ansatz? Brauchen die Menschen wirklich diese Orientierungs- und Lernhilfen? Ist das nur die Denke derjeniger, die nicht mit dem Internet aufgewachsen sind und sich erst selber einlernen und zurechtfinden mussten? Immerhin stellen die Autoren selber fest:
“«Besonders erstaunt hat uns zum einen die Selbstverständlichkeit, mit der die jüngere Generation die verschiedenen Online-Angebote nutzt, und zum anderen die Geschwindigkeit, mit der die 35- bis 50-Jährigen gelernt haben, die neuen Informations- und Kommunikationsmöglichkeiten zu gebrauchen» (…)”
Die Art der Argumentation erscheint mir wenig schlüssig, ich glaube nicht an die Aufgabe der “anderen” Medien als “Begleiter” des Internets. Da muss man sich schon etwas besseres einfallen lassen, um zu überleben…
Quelle: faz.net und Pressemitteilung
Stichworte: , Auflagen, Mediennutzung, Studie, Zukunft |