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Von Stephan Sperling | 10.Dezember 2008
(SSp) – In drei Jahren soll es so weit sein, das so genannte Listenprivileg gehört dann endgültig der Vergangenheit an.
“Im Sinne des Bundesdatenschutzgesetzes (BDSG) das in § 28 II Nr.1b BDSG eingeräumte Privileg, nach dem die Übermittlung oder Nutzung von Daten zulässig ist, wenn es sich um listenmäßig zusammengefasste Daten über Angehörige einer Personengruppe handelt, die sich auf Beruf, Name, Titel, akademischen Grad, Anschrift, Geburtsjahr und Angabe über die Zugehörigkeit des Betroffenen zu dieser bestimmten Personengruppe beschränken und dabei kein überwiegendes schutzwürdiges Interesse des Betroffenen verletzt wird. (…)” (Quelle: datenschutz-praxis.de)
Die Netzeitung fasst die Auswirkungen gut und deutlich zusammen:
“Nach der Novellierung des Gesetzes dürfen Zeitungen und Zeitschriften keine adressierte Kundenwerbung mehr betreiben, sofern der potenzielle Abonnent nicht vorher schriftlich zugestimmt hat. Von der Leserwerbung per Brief, die auf dem Listenprivileg basiert, sei die Neugewinnung von Abonnenten bis zu 60 Prozent abhängig, erläuterten die Zeitungsverleger. Dieser Weg werde den Zeitungen künftig verschlossen – mit allen absehbaren negativen Folgen für die Wirtschaftskraft der Verlage und die Pressevielfalt in Deutschland.”
Das wird spannend.
Mir drängen sich folgende Fragen auf:
Wie gut laufen die postalischen Mailing-Aktionen eigentlich? Mir flattern immer wieder mehr oder weniger gut gemachte Werbeaktionen von Zeitungen ins Haus. Aus meiner eigenen Erfahrung weiß ich, dass Mailings immer schlechter liefen. Man hat sie trotzdem weiter gemacht – aus Ermangelung an Alternativen. Die sich verändernde Rechtslage könnte dem vielleicht ein Ende setzen?
Wie/wo besorgt man sich eine schriftliche Zustimmung des künftigen Lesers? Ich sehe nur eine Antwort: Online – so wie es heute schon viele Zeitungen machen, inklusive Werbeerlaubnis versteht sich. Dabei sehe ich zwei Möglichkeiten zur Adressgewinnung:
Folglich sind alle Kreativen und alle Strategen gefragt wenn es darum geht, intelligente Services und Adressen-generierende Marketing-Ideen zu finden.
Passend zum Thema: Telefonmarketing: Jetzt wird’s eng!
Stichworte: , Adressgewinnung, Datenschutz, FAZ, Marketing |