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Von André Hellmann | 25.Januar 2009
(AH) – Alljährlich führt unser lieber Partner und Kollege Steffen Büffel von media-ocean eine Studie über die inhaltlichen Angebote der Tageszeitungs-Websites durch. Dabei wird ermittelt, welche Funktionen und Formate wie Blogs, RSS, Video, Audio, Kommentare, Bewertung, etc. von den jeweiligen Verlagen angeboten werden. Und jedes Jahr gibt es große Überraschungen…
Steffen Büffel
Nun ist die quantitative Auswertung über die 100 größten Seiten fertig und auf media-ocean online. Die Ergebnisse sind spannend; hier eine Auswahl mit Kommentar:
- 82% der Seiten bieten Videos an (+11% über 2007) – Die Qualität scheint lt.MaFo stark zu schwanken und ich behaupte immer noch, dass ein Verlag heute seine Ressourcen besser nutzen kann, als in Video zu investieren. Wenn schon, dann maximal in einen YouTube-Kanal
- 70% der Seiten bieten RSS-Feeds an (+15%) – Geniale Technologie. Allerdings bleibt fraglich, wie viele Abonnenten diese Feeds finden. Mir sind (wie bei Newslettern) erschreckend kleine Zahlen von verblüffend großen Häusern bekannt. Zumal sie teilweise sehr schlecht eingebunden und wenig kommuniziert sind. Meine Mutter weiß z.B. nicht, was das ist und wie es funktioniert. Da muss noch was getan werden!
- 45% der Seiten bieten eine Kommentar-Funktion für Artikel an (+28%) – Es bleibt zu hoffen, dass sie auch genutzt wird…
- Das Angebot von Foren und Chats auf den Seiten bricht ein – Bin ich unentschlossen, ob das gut oder schlecht ist. Fakt ist, dass es nicht wirklich gut genutzt wurde und der Aufwand in der Administration hoch war. Auf der anderen Seite ist die Zeitung nun einmal eine Plattform für den lokalen / regionalen Austausch. Da gehört ein lebendiges Forum meiner Meinung nach dazu. Aber das setzt auch das proaktive Engagement des Verlags bzw. der Redaktion voraus.
- Social-Bookmark-Planken bieten nun 31 Verlage an (#19 in 2007). Auch hier steht die Frage aus, ob es genutzt wird. Und… ob es die Redaktion bzw. das Online-Team nutzt. Ich würde nichts anbieten, dessen Funktion und vor allem Nutzen ich nicht selbst verstehe und auch selbst nutze.
Ich würde mir noch wünschen, dass erhoben wird, wer und wie viele Newsletter (und in welcher Ausprägung) anbieten und wer twittert oder auf Facebook / Xing, etc. aktiv ist. Sonst noch Vorschläge an die Verfasser? Bei Steffen gibt es auch noch ein paar Infos zu US-Zeitungen. Die sind wie immer konsequenter und bei ein paar Themen sind alle Balken auf 100%. Aber schaut selbst rein.
Nebenbei bemerkt: Wer uns liest, der sollte auch Steffens media-ocean lesen. Und wer uns kennt, der sollte Steffen auch kennen lernen. Immer interessante, spannende und vor allem produktive Gespräche! Von uns daher Gratulation zur Veröffentlichung der neuen Studie und Danke für die Hilfe, den Überblick zu behalten!
NACHTRAG: Wer twittert kann man hier nachlesen. Danke an Leander Wattig!
Stichworte: , media ocean, Studie |