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Von Stephan Sperling | 10.Februar 2009
(SSp) – So, in meiner eben absolvierten Mittagspause bin ich dann auch noch zur Lektüre der “aktuellen” Horizont (Ausgabe Nr. 6 aus der vergangenen Woche) gekommen.
Unter der Überschrift “Unsichere Wege ins Netz” schreibt Jürgen Scharrer:
“Es ist beklagenswert, dass mit Journalismus im Internet kaum anständige Renditen zu erwirtschaften sind. aber es hilft ja nichts – die Verlagsoberen müssen sich Gedanken über zusätzliche Geschäftsfelder machen.”
Laut Scharrer haben die Verlage dabei die Wahl zwischen
Ich kann mich mit beiden Alternativen nicht wirklich anfreunden. Warum? Weil in beiden Fällen “extern” investiert wird. Der Journalismus ist, so scheint es, bereits für tot erklärt. Haben die Verlage den Glaube an die eigenen Stärken schon verloren?
Letzte Woche sagte der Online-Leiter eines Tageszeitungsverlages Folgendes zu mit:
“Wir machen jetzt keine neuen Baustellen auf, erst müssen wir die Hausaufgaben auf unserer eigenen Seite machen.”
Vielen Dank dafür! Es ist gut zu wissen, dass es noch Menschen gibt, die den “planlosen” Einkauf von Internetfirmen nicht als einzige Chance sehen.
Und tatsächlich sind mit kaum Seiten bekannt, die keine Hausaufgaben zu machen hätten. Viel zu oft trifft man auf
Und was noch viel schwerer wiegt: Viele Seiten bauen ausschließlich auf wackeligen Werbe-Einnahmen und haben kein einziges weiteres Geschäftsmodell integriert. Paied Content mag tot sein, aber wenn z.B. 8% der Xing-Nutzer bereit sind, für besondere Services zu zahlen, warum soll das bei News-Sites nicht auch möglich sein?
Wenn man allerdings keinen Service bzw. kein Produkt anbietet, ist man eben weiter auf oft spärliche Werbeeinnahmen beschränkt, Stichwort “lausige Pennys”. Ich bin mir aber sicher, hier schlummert noch viel Potential. Also: Machen Sie ihre Websites kontinuierlich besser – und machen Sie ihren Nutzern sinnvolle, problemlösende Angebote! Denn ohne Angebot lässt sich auch schwer Geld verdienen.
Stichworte: , geschäftsmodelle, horizont, xing |