Der RSS-Feed
Der Newsletter
Der twitter-Kanal
Die YouTube Video-Ecke
Advertising Anzeigen Apple Auflagen bild Crossmedia Die Zeit digitale Zeitung facebook FAZ Geschäftsmodell geschäftsmodelle Google handelsblatt Holtzbrinck horizont Internet iPhone IVW Jugendliche Klicks Krise MAC Marketing Mediennutzung Microsoft Nachrichten New York Times Online Paid Content Personalisierung Strategie Studie Suche tageszeitungen USA Verlage Video Werbung xing zeit zeitschriften zeitung zeitungen Zukunft aus dem deutschen Blätterwald (197) aus dem deutschen Webdschungel (71) In eigener Sache (12) Newspapers worldwide (60) Tools (9) Vortrag (1) Webtrends worldwide (90) Zitat der Woche (5)
WP Cumulus Flash tag cloud by Roy Tanck and Luke Morton requires Flash Player 9 or better.
« Google Insights for Search | Home | Zitat der Woche (KW 17) »
Von Stephan Sperling | 22.April 2009
Wenn ich im Zeitungskiosk um die Ecke praktisch alle Zeitungen der Welt kaufen kann, dann nennt man das wohl Globalisierung. Ein Form der Globalisierung, die ohne Internet, schnelle Datenübertragung und moderne Drucker nicht möglich wäre.
“Kunden aus aller Welt können am berührungsempfindlichen Bildschirm unter mehr als 850 Zeitungen aus 70 Ländern wählen – und sie sich sofort ausdrucken lassen. Die Titelseite im DIN A3-Format wird bunt ausgedruckt, der Rest erscheint in schwarz-weiß.” (stern.de)
Was bislang nur in Hamburg möglich ist, wird sich wohl bald mehr und mehr über die Republik ausbreiten. Ich vermute, dass einige Zeitungen (vor allem Presse aus dem Ausland) bald nur noch über den Drucker im Zeitschriftenladen erhältlich sein wird. Wobei, so ein Drucker würde sich doch auch gut bei Aldi an der Kasse, bei dm neben den Fotodruckern, im ICE, im Hotel oder beim Bäcker machen, oder?
Die Investitionen in die Technik dürften überschaubar sein, die Ersparnisse bei der Logistik dafür enorm.
Und man hätte einen großen Vorteil: Ein derartiges Terminal passt überall dort hin, wo sich viele Menschen aufhalten – und vielleicht spontan eine Zeitung lesen möchten. Es wäre also kein umständlicher Gang zum nächsten Kiosk (mit unpassenden Öffnungszeiten) mehr notwendig – ebenso kann man auf das ungeliebte Abo verzichten. Und die Auswahl ist natürlich enorm…
Wenn man den Gedanken weiterspinntübertreibt, landet man sehr schnell beim Zeitungsdrucker im Wohnzimmer.
Aktuell größter Nachteil: Die Produktion der Zeitung dauert im Augenblick bis zu 14 Minuten. So lange warte ich nicht mal im schlimmsten Fall bei Aldi an der Kasse. Dank technischen Fortschritt dürften sich diese Zeiten aber in absehbarer Zeit deutlich reduzieren lassen.
Mittelfristig größter Nachteil: Das Problem des “information overload” wird damit nicht gelöst. Bei so viel Auswahl würde mich natürlich interessieren, welche Zeitung heute vielleicht besonders relevant für mich wäre. Damit bleibe ich bei der Lektüre der “alten Bekannten” und verpasse vielleicht lesenswerte Artikel in anderen Zeitungen.
Alles in allem also ein interessanter Ansatz – vor allem dann, wenn die Terminals den Sprung vom Zeitschriftenhändler hin zu Orten schaffen, an denen sich Menschen ohnehin regelmäßig aufhalten. Kombiniert mit einer Zahlungsfunktion am Terminal, persönlichen Empfehlungen und deutlich schnelleren Druckern könnte der Versuch Erfolg haben.
Gespeist werden die Terminals übrigens aus den Datenbeständen von NewspaperDirect.
Stichworte: , inews, newspaperdirect, zeitungsdrucker |