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Von Stephan Sperling | 8.Mai 2009
Aus der Kategorie “Lesenswertes zum Wochenende” hier noch ein paar Tipps:
“Druckerpressen zu besitzen ist heute ein Nachteil, weil es viel Geld kostet, Zeitungen zu drucken. In der neuen, digitalen Welt lassen sich Nachrichten billiger verbreiten und auch permanent korrigieren und aktualisieren. Sie können auf verschiedene Art präsentiert werden – als Video, Text oder als Audiodatei. Die Zukunft liegt zweifellos jenseits der Druckerpresse.”
“Eine Regionalzeitung braucht im Internet keinen eigenen Kinokritiker mehr. Wozu Filme rezensieren, die im Internet und auch in den großen Zeitungen schon dutzendfach besprochen wurden? Im Internet gilt die Maxime: Tu nur das, was du am besten kannst. Für alles Übrige gibt es Links.”
Ein Lesenswertes Interview mit vielen Denkanstößen.
Solang es aber noch Druckerpressen gibt, gibt es auch auf Papier Spannendes zu lesen. So zum Beispiel das aktuelle SZ-Magazin zum Thema “Die Zukunft der Zeitung”. Auch im Web gibt es die Antworten auf die Frage “Wozu Papier?” von A-Z, obendrein sehr schön illustriert. Kostprobe – und zugleich recht passend zu Jeff Jarvis Ansichten von oben:
“Dennoch wird das Papier nicht untergehen, sondern als Statussymbol der höheren Stände weiterbestehen. Ein großer deutscher Verlag hat bereits Szenarien für das Wochenmagazin des Jahres 2020 entwickeln lassen. Fazit: Das Blatt der Zukunft hat maximal 100 Seiten, exzellente Autoren und exklusive Beiträge, ist nahezu anzeigenfrei und kostet um die 15 Euro.”
Eine kritische Auseinandersetzung mit dem SZ-Magazin finden Sie hier. Lesenswert!
Zum Schluss noch ein Link zur aktuellen Diskussion im das “Auktionsmodell für freie Redakteure” beim Nordkurier. Ich weiss nicht, was ich davon halten soll. Was denken Sie?
Der Vorsitzende des Deutschen Journalisten-Verbandes (DJV), Michael Konken, befürchtet laut “SZ” die “Vernichtung des Berufsstandes der freien Journalisten”.
“Schumacher sieht die Lage weit weniger dramatisch: Die Online-Jobbörse sei ein “zeitgemäßes” Modell zur Organisation journalistischer Arbeit. ”
Hier wird wohl die Zeit zeigen müssen, ob die Qualität unter einem derartigen Modell leidet, oder ob sich Qualität dadurch vielleicht sogar steigern lässt?
Stichworte: , geschäftsmodelle, jeff jarvis, papier, zeitung |