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Von Stephan Sperling | 28.Mai 2009
Sollten Sie unseren Blog in den letzten Stunden besucht haben, haben Sie sich vermutlich über die Weiterleitung auf mein XING-Profil aufgefallen. Das Ganze war natürlich kein Zufall, sondern ein unerwünschter Nebeneffekt eines kleinen Experiments aus unserer Kategorie “Spielwiese”.
Ausgangspunkt für das Experiment war der Blogbeitrag “Websitebesucher persönlich identifizieren – xing machts möglich“.
Worum geht es? Vereinfacht gesagt habe ich mein XING-Profil als “Seite in der Seite” ins Blog eingebaut, “iframe” nennt man das in der Fachsprache. Das kann man mehr oder weniger sichtbar tun – in meinem Fall war das Profil in der linken Seitenleiste untergebracht. Hat nun ein Besucher unser Blog aufgerufen, wurde gleichzeitig auch mein XING-Profil angesprochen. In den Fällen, in denen die Besucher selbst ein XING-Profil besitzen und zusätzlich das Auto-Login aktiviert hatten, wurden diese Besucher namentlich erkannt. Unter “Mitglieder, die mein Profil kürzlich aufgerufen haben” tauchten nun also auch die Besucher unseres Blog auf. Größtenteils ohne, teilweise allerdings auch mit Namen.
Der kurze Test (von gestern Mittag bis heute Morgen) wurde (wie hier beschrieben von XING selbst) gestern auch sofort unterbunden, indem man über das iframe eine Umleitung auf mein XING-Profil realisierte. Besucher des Blogs landeten also direkt auf meiner XING-Seite.
Was uns dieses Experiment gezeigt hat:
Mir ist klar, dass ich mich mit dem Experiment sehr hart an die Grenzen des Legalen begeben habe. Das zeigt auch die Diskussion im Blog “Web Analytics nutzen”. Trotzdem ist es für uns wichtig, auch die Spiele und Spielregeln der schwarzen Schafe zu kennen. Wir werden auch in Zukunft lieber auf Tools wie “Google Friend Connect” (rechts hier im Blog) setzen, über das sich Nutzer freiwillig zu Erkennen geben können.
Die “Ausbeute” an Informationen war übrigens sehr mager. Über 90% der Nutzer blieben unerkannt. Das von uns ebenfalls eingesetzte (legale) Tool “Google Analytics” liefert da weit wertvollere Daten. Zwar keine Namen von Personen, aber deren “Provider”. Und da wir als Medien-Blog natürlich viel von Mitarbeitern in Medienunternehmen gelesen werden, lassen sich diese über die hauseigene IT recht gut identifizieren.
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