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Von Stephan Sperling | 12.Mai 2009
Neigen sich die kostenlosen Zeiten im Web ihrem Ende zu? In immer mehr Hinterzimmern wird in diesen Krisen-Tagen eifrig an Geschäfts- und Bezahlmodellen abseits des ehemaligen Hoffnungsträgers “Werbung” geschraubt und gebastelt.
Apple hat vorgemacht, welches Geschäftsmodell erfolgsversprechend sein könnte. Zwar “nur” auf dem iPhone, dort aber mehr als eindrucksvoll.
1.000.000.000.000 - diese Zahl ist eigentlich unvorstellbar. Eine Milliarde Anwendungen wurden in den letzten neun Monaten im App-Store von Apple heruntergeladen, viele davon kostenpflichtig. Mit jeder verkauften Anwendung kassiert Apple immerhin 30% – ohne dass auch nur ein einziger Apple-Entwickler aktiv werden musste. Ein Traum für Apple und kreative Entwickler.
Kein Wunder, dass inzwischen auch Google/Android und Blackberry eilig ähnliche Shops zusammengestellt haben.
Gleichzeitig erleben wir, wie die Shop-Idee von der mobilen Welt in die Web-Welt überspringt. Vor allem die großen sozialen Netzwerke wie XING und Facebook arbeiten unter Hochdruck an eigenen Lösungen. XING beispielsweise stellte am gestrigen Montag die ersten beiden Applikationen “XING News” und “XING-Nutzer fragen” als Beta-Versionen ins Netzwerk. Diese beiden Applikationen sind zwar noch hausgemacht, im FAZ-Interview mit dem XING-Vorstandvorsitzenden Stefan Groß-Selbeck (FAZ-Artikel hier für 2 Euro online abrufbar – Paid Content kommt also auch wieder!) wird aber deutlich, wo die Reise hingeht: Wie bei Apple sollen auch externe Entwickler ihre Kreativität einbringen und Anwendungen für XING entwickeln können.
Facebook hingegen bietet schon länger Applikationen von Drittanbietern an und kämpft zur Zeit mit einem einheitlichen Bezahlmodell, das es diesen Drittanbietern endlich auch ermöglicht, Applikationen kostenpflichtig zu anzubieten. Demnächst soll das Payment-Model getestet werden, berichtet Techcrunch.
Diese Store-Modelle bringen meiner Meinung nach für alle Beteiligten nur Vorteile:
Jeder – auch die Verlage! – kann von diesem Kuchen etwas abbekommen. Lediglich kreative Ideen sind gefragt.
Zu diesem Thema:
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