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Von Stephan Sperling | 10.März 2010
In den letzten Wochen und Monaten gingen immer wieder neue Meldungen über Googles neueste Produkte durch die Medien. Da wurde wird viel diskutiert über Sinn, Nutzen, Datenschutz und die Frage, wie tief Google mit den neuen Diensten in die Privatsphäre seiner Nutzer eindringt. Google Wave, Google Buzz, Google Streeview und viele andere Dienste erhitzen die Gemüter.
Für die breite Öffentlichkeit schon fast im Verborgenen bastelt Google unterdessen an einer viel größeren Revolution. Laufend werden neue Dienste unter dem Dach der Google Apps vorgestellt. Das, was Google da macht ist ein Frontalangriff gegen Microsoft:
“Google Apps hilft Unternehmen, effizienter zu arbeiten”
Bei Google Apps werden viele der Google Dienste zusammengefasst und als Unternehmenslösung angeboten. Nach Google-Angaben nutzen weltweit bereits mehr als 2 Millionen Unternehmen Google Apps. Warum das so ist, kann jeder direkt bei Google nachlesenrechnen:
“Geben Sie einfach einige grundlegende Daten Ihres Unternehmens ein und wir schätzen für Sie, wie viel Sie eine Standardeinrichtung von Microsoft Exchange 2007 kosten würde bzw. wie viel Sie mit Google Apps* sparen können.”
Aber rechnen Sie selbst!
Und Google hat mit seinen Apps noch weitere Pläne, die XING-Gründer Lars Hinrichs heute via Twitter sehr treffend kommentiert hat:
“Wow, that’s a massive game changing move by Google: http://bit.ly/d3ebUN – Google Apps Marketplace!”
Soll heißen: Google erlaubt Drittanwendungen innerhalb seiner Apps. Ähnlich der Apple-Appstore-Goldgruppe kann jeder weitere Funktionen und Anwendungen für das Apps-Paket bauen und über einen Marktplatz anbieten. Im Gegensatz zu den Microsoft-Produkten ist Google Apps also wesentlich dynamischer und flexibler einsetzbar. Letztendlich kann sich jedes Unternehmen über Google Apps seine ideale Arbeitsumgebung selber zusammenstellen. Mit wenigen Klicks, zu geringsten Kosten, mit atemberaubendem Funktionsumfang. Oder können Sie bei Microsoft Office mit wenigen Klicks allen Ihren Mitarbeitern z.B. ein Projektmanagement-Tool an die Hand geben. Ohne Software zu kaufen, ohne Server zu konfigurieren, ohne einen Cent zu bezahlen?
Zieh Dich warm an, Microsoft!
Stichworte: , Apps, Google, Microsoft, office |