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Von André Hellmann | 7.November 2011
“Eine Mission kann man nicht in einer Gruppe und mit den Mitarbeitern entwickeln…”, so sagt man mir.
Kommt auf die Gruppe an würde ich sagen… wir hatten unsere neue Mission in lockeren 15 Minuten klar. Und es war auch notwendig. Aber mal eins nach dem anderen:
Zwei Mal im Jahr setzen wir uns zwei bis drei Tage intern zusammen und besprechen uns, unsere Firma und unsere Ziele, Pläne und Wünsche – persönlich wie geschäftlich. Dabei ist die Diskussion unserer normativen Vorstellungen und Erwartungen fester und erster Bestandteil der gemeinsamen Zeit.
Ursprünglich, seit Gründung im Februar 2010, lautete die Mission:
Wir schaffen wertschöpfende Beziehungen im Internet.
Damit hatten wir aber gleich aus mehreren Gründen in letzter Zeit ein immer größeres Problem.
Was nicht passt wird passend gemacht.
Zum einen dreht sich die Welt schnell weiter. Vor eineinhalb Jahren genügte das Wort “Internet” noch, um die Gesamtheit der digitalen Kanäle abzudecken; intern und in der Kommunikation mit unseren Partnern und Kunden. Aus unserer Sicht reicht das heute nicht mehr. Die Kanäle, Plattformen und Angebote vermehren sich rasend schnell – und das Wissen darum wächst bei allen, die sich damit beschäftigen (…auch immer mehr Leute, die das tun). Mit dem Wort “Internet” schienen wir uns also ohne Not zu limitieren.
Das Problem an sich.
Aus unserer Sicht trifft die Formulierung “vernetzte Welt” das Problem wesentlich besser: Das Problem, das sich stellt sind ja nicht die einzelnen Angebote für sich, sondern die sinnvolle Verknüpfung. Und zum anderen fallen die “alten” Kanäle wie Zeitung, Zeitschrift, Radio, TV oder Plakat nicht weg. Und auch deren “Vernetzung” mit den neuen Kanälen ist ein Thema, das gelöst werden muss – das aber auch von vielen “digitalen Kollegen” einfach aus der Gleichung gelassen wird.
Wir müssen also Werte schöpfen in einer Welt, die immer stärker fragmentiert, in der sich die Fragmente unterschiedlich weiterentwickeln und das auch noch unterschiedlich schnell. Das gilt für die Angebotsseite wie die Nachfrageseite. “Wertschöpfung im Internet” ist daher viel zu absolut – um erfolgreich und nachhaltig zu sein müssen sich unsere Lösungen relativ zu diesen Entwicklungen orientieren. Alles andere ist in einer “vernetzten Welt” kurzlebig.
Unsere Aufgaben wachsen.
Aber es gab zwei Ursachen, warum wir unsere Mission veränderten. Nicht nur die gesellschaftliche Entwicklung hat das Internet als allumfassenden Begriff für eine neue Mediennutzung abgelegt – auch wir haben das Internet als Monothema in unseren Projekten überholt. Die Aufgaben, die wir lösen müssen, beschränken sich nicht mehr ausschließlich darauf – und die Faktoren, die für eine erfolgreiche Strategie notwendig sind, finden sich nicht mehr nur dort.
Tatsächlich beschäftigen wir uns intensiv mit Organisation und Strukturen, Prozessen und Rollen darin. Durch die Veränderung der Umwelt entwickeln wir mit unseren Kunden deren Personal weiter sowie die Unternehmenskultur und und unterstützen das Change Management. Den nur wenn sich das Unternehmen selbst verändert und die Kompetenzen und Prozesse aufbaut kann es mit der schnellen Entwicklung der Märkte mithalten. Die vernetzte Welt ist eben ein Prozess – und kein Projekt.
Damit während dem unternehmerischen Veränderungsprozess nicht zu viel Zeit verloren geht wirken wir als Katalysator. Wir wickeln Projekte ab, übernehmen Prozesse oder bilden einzelne, notwendige Rollen ab – mal temporär und manchmal, wenn’s passt, auch langfristig.
Aus alt mach neu.
Alle diese Erlebnisse, Erfahrungen und Eindrücke haben uns dazu bewogen, unsere Mission entsprechend zu verändern in eine, mit der wir wieder leben können:
Wir gestalten Wertschöpfung in einer vernetzten Welt.
Mal schauen wie lange
Wer möchte, kann sich hier auch noch die anderen normativen Elemente unserer Strategie anschauen:
Über eine Diskussion und Gedanken würde ich mich freuen – vor allem, ob wir so wahrgenommen und empfunden werden von unseren Partnern und Kunden. Ich bin gespannt!
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