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	<title>relevant media. now. &#187; zeitungsdrucker</title>
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	<description>zelectblog für Medienmacher</description>
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		<title>Das lange Warten</title>
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		<pubDate>Sun, 28 Jun 2009 20:20:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stephan Sperling</dc:creator>
				<category><![CDATA[Newspapers worldwide]]></category>
		<category><![CDATA[aus dem deutschen Blätterwald]]></category>
		<category><![CDATA[print on demand]]></category>
		<category><![CDATA[tageszeitungen]]></category>
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		<description><![CDATA[Heute Abend konnte ich es endlich einmal einrichten, den neuen Zeitungsdrucker am Münchner Hauptbahnhof auszuprobieren. 18:18 Uhr - Ankunft im richtigen Presseladen, am Münchner Hauptbahnhof gibt es ja trotz Print-Krise immer noch mehrere Verkaufsstellen zur Auswahl. Seitlich der Kasse befindet sich ein kleiner unscheinbarer Touchscreen. Wer in den Laden kommt ohne vorher vom Zeitungsdrucker gehört [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Heute Abend konnte ich es endlich einmal einrichten, den neuen <a href="http://www.relevantmedianow.com/2009/04/print-on-demand-jetzt-auch-fur-zeitungen/" target="_self">Zeitungsdrucker am Münchner Hauptbahnhof</a> auszuprobieren.</p>
<p><strong>18:18 Uhr </strong>- Ankunft im richtigen Presseladen, am Münchner Hauptbahnhof gibt es ja trotz Print-Krise immer noch mehrere Verkaufsstellen zur Auswahl. Seitlich der Kasse befindet sich ein kleiner unscheinbarer Touchscreen. Wer in den Laden kommt ohne vorher vom Zeitungsdrucker gehört zu haben, wird sich vermutlich nicht für das Ding interessieren. Für die Präsentation am Point of Sale gibt’s also schon mal ganz klar Punktabzüge.</p>
<p><strong>18:20 Uhr</strong> – Schnell klicke ich mich durch das Menü, das einfach gehalten ist. Da ich ja nur den Druck-Service testen möchte wähle ich einfach mal die USA als Herkunftsland meiner Wunsch-Zeitung, scrolle kurz en bisschen und wähle dann den „Boston Globe“ aus.</p>
<p><strong>18:21 Uhr</strong> – Ich gebe meinen Namen ein und sage an der Kasse bescheid. Die Verkäuferin bestätigt über den Touchscreen offenbar meine Bestellung und kassiert 6 Euro von mir. Stolzer Preis.</p>
<p><strong>18:21 Uhr</strong> – Der große, hinter der Verkäuferin aufgebaute Drucker beginnt zu blinken.</p>
<p><strong>18:22 Uhr</strong> – Der Drucker spuckt die eine erste Doppelseite des Globe im Format DIN A3 aus. Dann passiert lange nichts. Zu lange.</p>
<p><strong>18:38 Uhr </strong>– Ich sage der Verkäuferin, dass mein Zug in wenigen Minuten fährt. Sie greift zum Telefon und ruft bei einem für den Zeitungsdrucker zuständigen Menschen an. Der rät ihr wohl noch etwas zu warten. Noch während des Telefonats beginnt der Drucker, weitere Doppelseiten auszuspucken. Die Verkäuferin wirft einen Blick auf die Ausdrucke und sagt zu mir: „…wenn Sie sich auch eine Zeitung mit so viel Werbung aussuchen!“</p>
<p><strong>18:42 Uhr</strong> – Der Drucker spuckt immer noch fleissig weitere Seiten aus, es wird langsam eng. Die Verkäuferin reicht mir eine Plastik-Tüte und meint „für’s Zusammenheften reicht es wohl nicht mehr“.</p>
<p><strong>18:43 Uhr</strong> – Ich sage der Dame, dass ich jetzt wirklich los muss. Sie drückt mir den Stapel Papier in die Hand, den der Drucker bisher ausgespuckt hat. Während ich schon halb aus dem Laden stürme reicht mir die Verkäuferin noch 2 Seiten und fragt, ob ich den Rest nicht in den nächsten Tagen noch abholen könnte. Nein, kann ich leider nicht. „Dann melden Sie sich, vielleicht kriegen Sie noch was zurück“ ruft sie mir noch hinterher.</p>
<p><strong>18:44 Uhr</strong> – Ich springe in den IC, der sich wenige Sekunden später in Bewegung setzt. Ich beginne gleich mal mit der Inventur:</p>
<p>Auf 31 DIN A3-Blättern habe ich also 62 Seiten „Boston Globe, inklusive der Beilage „g Family“ erhalten. So weit ich das erkennen kann, war die Zeitung damit sogar vollständig, selbst das farbige Titelblatt finde ich in meiner Plastik-Tüte.</p>
<p><strong>Mein persönliches Fazit:</strong></p>
<p>Gute Idee, aber in der jetzigen Form leider völlig unbrauchbar. Wer hat am Bahnhof (sagen wir sicherheitshalber) 30 Minuten Zeit, um auf den Ausdruck einer Zeitung zu warten? Je nach Andrang in der Filiale kann zudem noch Zeit vergehen, bis die Verkäuferin den Druck startet. In meinem Fall war die Filiale nur mit einer einzigen Verkäuferin besetzt, die Schlange an der Kasse war zeitweise bis zu 10 Kunden lang. Ein (sichtlich von dieser neuen Technik angetaner) Kunde, der sich nach mir an das Terminal gewagt und zwei australische Zeitungen geordert hatte, wurde von der Verkäuferin auch prompt niedergebügelt: „Stellen Sie sich hinten an, zahlen Sie &#8211; und dann drucken wir!“. Dabei hatte er nur freudig in Richtung Verkäuferin gerufen: „Da kommen gleich noch zwei Zeitungen für mich raus!“</p>
<p>Dass Selfservice in Deutschland in der Regel besseren Service bedeutet als persönlicher Service wissen wir ja spätestens, seit wir unser Geld am Automaten abheben dürfen und die Briefmarken ebenfalls von Automaten ausgespuckt werden.</p>
<p><strong>Dem Zeitungsdrucker räume ich also nur Chancen ein, wenn er folgende Kriterien erfüllt:</strong></p>
<ul>
<li>sofortiger Druck, der nicht länger als 2 Minuten dauert</li>
<li>Verfügbarkeit an gut zugänglichen Orten, also nicht im überfüllten Presseladen versteckt, sondern im Zug, am Gate im Flughafen, im Cafe oder in der Kneipe – kurz überall dort, wo ich (mehr oder weniger freiwillig) Zeit verbringe.</li>
<li>Selfservice inklusive Bezahlung mit Kredit- oder EC-Karte.</li>
<li>Personalisierung: Ich möchte mir z.B. Online einen Account anlegen können, um dort meine Lieblingszeitungen oder Themen (!) hinterlegen zu können. Am Schlüsselbund habe ich dann eine (in anderen Ländern inzwischen weit verbreitete) Plastik-Marke mit Barcode. Damit kann ich mich am Automaten identifizieren, es werden sofort die von mir favorisierten Zeitungen angezeigt. Kein Mensch wird ernsthaft aus den <span style="text-decoration: line-through;">700</span>850 (Quelle: <a href="http://www.valoraretail.de/de/newsroom/aktuelles/news_00060.php" target="_blank">Pressemitteilung Valora Retail</a>) verfügbaren Zeitungen auswählen wollen.</li>
</ul>
<p>All diese Kriterien sollten in der heutigen Zeit eigentlich erfüllbar sein. Wird aber schon von Beginn an am Service und der Benutzerfreundlichkeit gespart, vergrault man sich schon die frühen Kunden. Apropos Erfolg: Meine Bestellung trägt die Nummer „264“, seit einem knappen Monat steht der Zeitungsdrucker in München.</p>
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		<title>Print on demand &#8211; jetzt auch für Zeitungen</title>
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		<pubDate>Wed, 22 Apr 2009 09:53:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stephan Sperling</dc:creator>
				<category><![CDATA[aus dem deutschen Blätterwald]]></category>
		<category><![CDATA[inews]]></category>
		<category><![CDATA[newspaperdirect]]></category>
		<category><![CDATA[zeitungsdrucker]]></category>

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		<description><![CDATA[Wenn ich im Zeitungskiosk um die Ecke praktisch alle Zeitungen der Welt kaufen kann, dann nennt man das wohl Globalisierung. Ein Form der Globalisierung, die ohne Internet, schnelle Datenübertragung und moderne Drucker nicht möglich wäre. &#8220;Kunden aus aller Welt können am berührungsempfindlichen Bildschirm unter mehr als 850 Zeitungen aus 70 Ländern wählen &#8211; und sie [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wenn ich im Zeitungskiosk um die Ecke praktisch alle Zeitungen der Welt kaufen kann, dann nennt man das wohl Globalisierung. Ein Form der Globalisierung, die ohne Internet, schnelle Datenübertragung und moderne Drucker nicht möglich wäre.</p>
<blockquote><p>&#8220;Kunden aus aller Welt können am berührungsempfindlichen Bildschirm unter mehr als 850 Zeitungen aus 70 Ländern wählen &#8211; und sie sich sofort ausdrucken lassen. Die Titelseite im DIN A3-Format wird bunt ausgedruckt, der Rest erscheint in schwarz-weiß.&#8221; (<a href="http://www.stern.de/computer-technik/technik/:Zeitungen-Der-Kiosk-Druckerei/660343.html" target="_blank">stern.de</a>)</p></blockquote>
<p>Was bislang nur in Hamburg möglich ist, wird sich wohl bald mehr und mehr über die Republik ausbreiten. Ich vermute, dass einige Zeitungen (vor allem Presse aus dem Ausland) bald nur noch über den Drucker im Zeitschriftenladen erhältlich sein wird. Wobei, so ein Drucker würde sich doch auch gut bei Aldi an der Kasse, bei dm neben den Fotodruckern, im ICE,  im Hotel oder beim Bäcker machen, oder?</p>
<p>Die Investitionen in die Technik dürften überschaubar sein, die Ersparnisse bei der Logistik dafür enorm.</p>
<p>Und man hätte einen großen Vorteil:<br />
Ein derartiges Terminal passt überall dort hin, wo sich viele Menschen aufhalten &#8211; und vielleicht spontan eine Zeitung lesen möchten. Es wäre also kein umständlicher Gang zum nächsten Kiosk (mit unpassenden Öffnungszeiten) mehr notwendig &#8211; ebenso kann man auf das ungeliebte Abo verzichten. Und die Auswahl ist natürlich enorm&#8230;</p>
<p>Wenn man den Gedanken <span style="text-decoration: line-through;">weiterspinnt</span>übertreibt, landet man sehr schnell beim <a href="http://www.relevantmedianow.com/2009/03/could-customized-newspapers-bring-readers-back/" target="_blank">Zeitungsdrucker im Wohnzimmer</a>.</p>
<p>Aktuell größter Nachteil:<br />
Die Produktion der Zeitung dauert im Augenblick bis zu 14 Minuten. So lange warte ich nicht mal im schlimmsten Fall bei Aldi an der Kasse. Dank technischen Fortschritt dürften sich diese Zeiten aber in absehbarer Zeit deutlich reduzieren lassen.</p>
<p>Mittelfristig größter Nachteil:<br />
Das Problem des &#8220;information overload&#8221; wird damit nicht gelöst. Bei so viel Auswahl würde mich natürlich interessieren, welche Zeitung heute vielleicht besonders relevant für mich wäre. Damit bleibe ich bei der Lektüre der &#8220;alten Bekannten&#8221; und verpasse vielleicht lesenswerte Artikel in anderen Zeitungen.</p>
<p>Alles in allem also ein interessanter Ansatz &#8211; vor allem dann, wenn die Terminals den Sprung vom Zeitschriftenhändler hin zu Orten schaffen, an denen sich Menschen ohnehin regelmäßig aufhalten.  Kombiniert mit einer Zahlungsfunktion am Terminal, persönlichen Empfehlungen und deutlich schnelleren Druckern könnte der Versuch Erfolg haben.</p>
<p>Gespeist werden die Terminals übrigens aus den Datenbeständen von <a href="http://www.newspaperdirect.com/" target="_blank">NewspaperDirect</a>.</p>
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